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Regionale Zusammenarbeit

 
Martin Wehrli antwortet auf Fragen der IG Brugg-Windisch

Vorbemerkung:
Als Mitglied des Stadtrates von Brugg ist es mir wichtig festzuhalten, dass wir in der zu Ende gehenden Amtsperiode uns immer für die Zusammenarbeit mit allen Gemeinden des Bezirks eingesetzt haben. Im weiteren haben wir auch die Fusion mit der Gemeinde Umiken realisiert, freuen uns auf  den 1.1.2010 und heissen schon heute alle EinwohnerInnen von Umiken in der Stadt Brugg herzlich willkommen.
Martin Wehrli

1.   Welches sind die drei Hauptstärken und die drei Hauptschwächen von Brugg?
Die Stadt Brugg bietet seinen Einwohnern einen attraktiven Steuerfuss. Es existiert ein sehr vielfältiges kulturelles Angebot für alle Altersgruppen. Den Bewohnern steht ein attraktiver und teilweise unberührter Naherholungsraum zur Verfügung.
Leider fehlt der Stadt Brugg Bauland um neue grössere Überbauungen zu realisieren um noch mehr Leute anzuziehen. Nur mit einer verdichteten Bauweise ist dieses Ziel für natürliche Personen noch zum Teil zu erreichen. Auch das Bauland für neue Unternehmungen fehlt. Daher ist es sehr wichtig, dass die wenigen noch zur Verfügung stehenden Parzellen an Innovative mit neuen Technologien arbeitende Betriebe gehen.  

2.   Hat die Attraktivität von Brugg in den letzten Jahren eher zugenommen oder abgenommen?
Die Attraktivität der Stadt Brugg hat durch die Realisierung der Fachhochschule zugenommen. Für die Einkaufssituation in der Stadt Brugg hat die Attraktivität sich nicht verbessert, bedingt durch die Einkaufszentren die auf der grünen Wiese, rund um die Stadt und den Bezirk Brugg, realisiert wurden.

3.   Welche Bedeutung haben Brugg-Windisch für die Region – und was bedeutet die Region für Brugg – Windisch?
Die Stadt Brugg ist nach wie vor das Zentrum unseres Bezirks. Diese Zentrumsfunktion ist für die umliegenden Gemeinden wichtig und von Bedeutung. Es gilt diese Zentrumsfunktion auch für die Zukunft zu stärken.

4.   Welche Schlüsse ziehen aus den sich anbahnenden Gemeindekonzentrationen in der Region (Schenkenbergertal, Eigenamt, Bözberg) für die künftige Positionierung von Brugg-Windisch?
Der Bezirk Brugg besteht aus einer Vielzahl von kleinen und Kleinstgemeinden. Dass hier das Bedürfnis und auch der Zwang zu Zusammenschlüssen oder auch zu engen Zusammenarbeiten zwischen einzelnen Gemeinden  besteht, ist zu begrüssen. Diese Zusammenschlüsse können auch zu einer Stärkung des Zentrums führen. 

5.   Genügt die derzeitige „Zusammenarbeit“ zwischen Brugg und Windisch oder wünschen sie sich eine intensivere Kooperation – oder einen Zusammenschluss?
Jede Zusammenarbeit zwischen der Stadt Brugg und der Gemeinde Windisch ist zu begrüssen und zu unterstützen. Sie hilft auch der Stärkung des Zentrums und ermöglicht beiden Gemeinwesen eine Win-Win Situation. Das Thema Brugg/Windisch ist emotionslos anzugehen und nicht nur auf die Sicht Brugg /Windisch einzuschränken. Es sind weitere Gemeinden in die Überlegungen einer Zusammenarbeit allenfalls Fusion einzubeziehen.
 

6.   Welche Rolle und welches Gewicht möchten sie der Region Brugg im inneraargauischen Standortwettbewerb (z.B. zwischen de Polen Aarau und Baden) geben?
Die Region Brugg sollte sich immer bemühen zwischen den Zentren Aarau und Baden die wichtigste Stelle im Zentrum des Kantons Aargau einzunehmen und wie bisher eine bedeutende Rolle zu spielen.

Brugg, 15. August 2009